Die Pflanze
wird regional auch Butterblume genannt; in anderen
Regionen Deutschlands wird mit dem Wort Butterblume das gelb
blühende Hahnenfussgewächs mit dem wissenschaftlichen
Namen Ranunculus ssp. bezeichnet.
Die gelb
blühende Pflanze ist allgemein bekannt und muss wohl
nicht beschrieben werden. Gelegentlich wird sie mit dem Huflattich
(Tussilago farfara) verwechselt und auch mit dem Gewöhnlichen
Ferkelkraut (Hypochaeris radicata), die aber beide nicht den
typischen hohlen Stengel haben, aus dem sofort weisser Milchsaft
austritt, wenn man ihn abreisst.
Der Löwenzahn
blüht Ende April sehr üppig und meist nur kurze
Zeit. Er vermehrt sich mit Hilfe der kleinen "Fallschirme"
(Pappus), an denen die Samen hängen. Im Herbst gibt es
dann noch einmal eine weniger prächtige Blüte.
In
mehr ländlichen Gegenden wird der Löwenzahn oft toleriert,
denn man kann ihn gut zu Salat verarbeiten und ausserdem
wird er als Hühner- und Kaninchenfutter geschätzt.
Auf dem gepflegten Golfrasen allerdings wird er ausgemerzt. Das
ist chemisch möglich, da er im Rasen zwischen einkeimblätterigen
Pflanzen steht (Gras), selbst aber eine zweikeimblätterige
Pflanze ist.
Der
Verfasser hält Gift im Garten allerdings für keine sehr
gute Lösung und empfiehlt das Ausstechen: Die Löwenzahnpflanze
- es ist i.d.R. eine einzige kräftige und manchmal sehr lange
Pfahlwurzel - wird mit der Grabgabel etwas angehoben und vorsichtig
rausgezogen. Im Rasen ist das Hochheben allerdings kaum möglich,
ohne den Rasen zu beschädigen; dort muss man die Wurzel dann
mit einen langen Messer (altes Brotmesser) möglichst tief
abschneiden und herausziehen. Und dann hoffen, dass die Restwurzel
nicht wieder austreibt.
Die
milchreifen Samen des Löwenzahn (das ist der Zustand, in
dem die abgeblühte Pflanze noch geschlossen ist, aber
die weissen Härchen der "Fallschirme" schon zu
erkennen sind) sind übrigens sehr begehrt bei vielen Finkenarten.
Wenn dieses wertvolle Vogelfutter mit Gift benetzt wird, ist das
das sichere Todesurteil für kleine Dompfaffen, Hänflinge,
Girlitze und viele andere Körnerfresser.
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