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Der Bauerngarten -

eine bekannte Gartenform,
die es gar nicht gibt!?

Sonnenblume
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In der Literatur wird der Bauerngarten sehr unterschiedlich behandelt. Es scheint eine Gartenform zu sein, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

BauerngartenUnstrittig ist aber zweifellos, dass Bauern Hausgärten gehabt haben - Gärten, die ästhetische Aspekte verbunden haben mit dem Nutzen. Nach Kenntnis und Recherche des Autors zeichnet sich der traditionelle Bauerngarten aus durch ein echtes Miteinander von Zier- und Nutzpflanzen. Er ist nicht ungepflegt im Sinne einer idyllischen Wildnis, sondern mit viel Gefühl für die Abhängigkeiten der einzelnen Pflanzen von ihrem Standort und auch von der Pflanzengemeinschaft, in der sie stehen. Insbes. die bäuerliche Kenntnis von der Nutzpflanze und ihren Ansprüchen kommt zum Ausdruck.

Dabei ist der traditionelle Bauerngarten mit Sicherheit auch ein regional gefärbter Garten: Ein Bauerngarten im Ammerland ist undenkbar ohne Rhododendron, in einem Garten in "lieblicher" Lage wachsen andere - z.B. wärmeliebende - Pflanzen, als an der Nordseeküste.

Die Verbindung von Blütenpracht und Nutzpflanzen - nicht zuletzt Küchen- und Heilkräuter - zeichnet den Bauerngarten aber in jedem Falle aus. Der lichte Schatten, den viele Pflanzen bevorzugen, wird durch einzelne eingestreute Obstbäume garantiert; Beerenobst kann eine gute Randbepflanzung sein. Auch Liguster und Hainbuche eignen sich in Form von Hecken gut als Randbepflanzung.

Heute wird der Bauerngarten gerne dargestellt als symmetrisch angelegter Garten, dessen einzelne Beete mit Buchsbaum eingefasst sind. Diese Gärten, die man häufig in Museumsdörfern findet, sind aus naheliegenden Gründen keine "traditionellen" Gärten, sondern vor 1900 kaum zu finden: Wer hätte sie anlegen sollen und zu welchem Zweck? In diesen Gärten kommen stark die Elemente der Schloss- und Klostergärten zum Ausdruck (die bes. von wohlhabenderen Bauern aber sicherlich gerne kopiert wurden).

Anlage eines Bauerngartens heute:

Wer heute einen Bauerngarten anlegt, wird i.d.R. ganzjährige (!) Blütenpracht wünschen in Verbindung mit einigen seltenen Gemüsearten, die meist nur in geringer Menge benötigt werden: Topinambur, Wurzelpetersilie, Mangold und Fenchel, dazu Kräuter wie Liebstöckel, Thymian, Salbei und Wermut, Schnittlauch und Rosmarin, Minze und Zitronenmelisse, die in der guten Küche immer frisch, selten gefrostet und eigentlich niemals getrocknet verwendet werden. Immer wird wohl der schwarze Holunder zu finden sein, der eine wichtige Heilpflanze ist.

Dahlie und Sonnenblume, Ringelblumen (wichtige Arzneipflanze!) und Pfingstrosen, Winterastern (wo gibt es die heute noch zu kaufen . . ) und Rittersporn gehören unbedingt in den Garten. Hecken- und Buschrosen sorgen für anhaltende Blütenpracht. Dabei liegt ein wichtiger Reiz des Bauerngartens darin, dass man nicht streng trennt zwischen Gemüse, Kräutern und Blumen.

Mit Ziegeln (hochkant) oder Kopfstein gepflasterte Wege sind sowohl optisch reizvoll als auch praktisch und passen in das Gesamtbild. Gut lässt sich auch Häcksel (geschreddertes Holz) oder Rindenmulch einsetzen. Und immer, immer gehört in den Bauerngarten eine Bank oder ein anderer Sitzplatz, um den Feierabend ruhig und beschaulich zu verbringen!

 


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